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Aquajogging als Therapiemaßnahme

Wer jahrelang läuft kommt vielleicht einmal an den Punkt an dem der Arzt sagt: „Suchen Sie sich einen Ausgleichssport zum Laufen, der etwas gelenkschonender ist.“ Bei vielen Sportlern ist dies meist nach einer längeren oder schwereren Verletzung der Fall. Oft nur übergangsweise ist Laufen dann strengstens verboten und auch schmerzfrei nicht möglich. Super Alternativen sind Sportarten, die High-Impact Belastungen auf die Gelenke vermeiden.
Auch Marion Weber bekam absolutes Laufverbot von ihrem Arzt und fand unfreiwillig im Aquajogging ihre neue Leidenschaft.

 

 

Vom Lauftraining zum Wasserlaufen

Bei Marion Weber begann es mit starken Rückenschmerzen und einem sehr spät erkannten Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule. Als der Orthopäde ihr schließlich dazu riet, mehrere Monate mit dem Laufen zu pausieren, brach eine Welt für sie zusammen. „Noch in der Praxis brach ich in Tränen aus. Ich konnte es einfach nicht glauben! Ein Leben ohne meinen geliebten Laufsport? Unvorstellbar“, beschreibt Weber die Momente beim Orthopäden. Dieser war es aber auch, der ihr Mut machte und ihr vom Aquajogging erzählte. Schweren Herzens begann sie daraufhin mit dem sogenannten Wasserlaufen.

Dieser Sport macht sich den Auftrieb, Widerstand, Druck und die Wärmeleitfähigkeit des Wassers zunutze. Damit kann ein hoher Trainingseffekt erreicht werden, ohne dabei die Gelenke zu überfordern. Durch die Entlastung der Wirbelsäule und Gelenke besteht keine Verletzungsgefahr. Der Körper ist leichter und wird vom Wasser getragen. „An vielen Tagen betrat ich die Schwimmhalle mit großen Schmerzen. Doch sobald ich in das Wasser eintauchte, war alles gut“, berichtet Weber von ihren Anfängen im Hallenbad. Die Entlastung des gesamten Bewegungsapparates macht es möglich, dass sich Patienten absolut schmerzfrei im Wasser bewegen können.

Für wen ist Aquajogging besonders passend?

Vor allem für Menschen mit chronischen Schmerzen, orthopädischen Verletzungen, Arthrose, künstlichen Gelenken und Rückenschmerzen ist Aquajogging ein geeigneter Sport. Nach einer chirurgischen Behandlung beginnt das Training je nach verwendeter Operationstechnik zwischen der ersten und der sechsten postoperativen Woche. Der permanente Wasserwiderstand trainiert alle Muskeln unseres Körpers. Im Gegenteil zum „Laufen an Land“ wird auch der Oberkörper im Wasser gefordert. Weber beschreibt sogar einen spürbaren Massageeffekt des Wassers und ein deutlich gestrafftes Bindegewebe dank des Aquajoggings. Ihr gelingt es mithilfe von Aquajogging nicht nur ihre Form zu halten, sondern diese mit dem Training im Wasser auch enorm zu verbessern. „Ich bin so unglaublich dankbar, dass ich Aquajogging für mich entdeckt habe“, schwärmt die ambitionierte Läuferin.

Trainingsmethode wird auch von Profis genutzt

Mit ihrer Geschichte will sie vielen anderen verletzten Läufern Mut machen und zeigen, dass es immer Alternativen gibt, auf die man sich einlassen kann. Sogar Profis nutzen bei Verletzungen oder der Trainingsgestaltung die Vorteile des Aquajoggings. Viele Profis schwören seit Jahren auf diese Methode und ersetzen die eine oder andere Einheit im Wasser. Durch abwechslungsreiche Übungen im Wasser lassen sich Kraft, Ausdauer und Koordination trainieren. Dabei kann sowohl neben der Bein- auch die Armmuskulatur gekräftigt und die Haltemuskulatur gestärkt werden. Darüber hinaus stärkt das Training im Wasser bei vielen Menschen die Blutzirkulation und Bewegungsweite. Der natürliche Widerstand des Wassers fördert eine gut funktionierende Herz-Kreislauf-Funktion, da Wasser 4-mal so viel Widerstand aufbringt wie Luft. Der heilsame Druck des Wassers wirkt wie eine Ganzkörper-Lymphdrainage, transportiert also die Lymphflüssigkeit zurück in den Blutkreislauf, die daraufhin als Harn zum Teil über die Nieren ausgeschieden wird. In Verbindung mit der ständigen Kühlung ist Aquajogging weniger anstrengend als Sport bei gleicher Intensität an Land. Die Leistung liegt aber wesentlich höher: Selbst Untrainierte verbrennen in einer halben Stunde knapp 400 Kilokalorien, so viel wie eine kleine Mahlzeit. Das ist im Vergleich zu allen anderen Möglichkeiten der Gewichtsabnahme fast einmalig. Besonders aber die Konzentration bei der Aquajogging-Technik und der Gleichgewichtssinn werden geschult.

Die Technik beim Aquajogging

Beim Aquajogging gibt es vier verschiedene Techniken. Diese sollten Anfänger sich genau ansehen bzw. unter Aufsicht lernen, da sie für den richtigen Trainingseffekt von großer Bedeutung sind. Bei zu wenig Konzentration oder mangelnder Überprüfung zu Beginn des Lernens verfällt man sonst leicht in schwimmähnliche – das Vorankommen erleichternde – Bewegungen. Schließlich soll es ja immer noch ein Laufen im Wasser sein! Es gibt vier verschiedene Lauftechniken: Den Schrittlauf, Schreitlauf, Kniehebelauf und Robo-Jogg.

Die Technik ist relativ schnell und einfach zu lernen. Lauf- oder Gehbewegungen werden unter Wasser ausgeführt, wobei die Schwierigkeit darin liegt, eine aufrechte Körperhaltung beizubehalten. Durch Anspannen der Bauchmuskulatur verhindert man eine Vor- oder Rücklage. Die Arme befinden sich im 90° Winkel am Körper. Beim Schrittlauf wird eine Kombination aus Lauf- und Radfahrbewegungen angewendet. Der Schreitlauf hat eine größere Bewegungsamplitude als der Schrittlauf und die Knie werden etwas höher angehoben. Der Kniehebelauf zeichnet sich durch eine abwechselnde Anhebung der Knie bis in die Waagerechte aus. Beim Robo-Jogg werden die vollständig gestreckten Beine nach vorne und hinten bewegt, was an die Bewegung eines Roboters erinnert. Auch Marion Weber musste die Techniken erlernen: „Ich gebe zu, dass es einige Stunden gedauert hat, bis ich die Technik raus hatte. Und noch heute muss ich immer wieder auf meine Haltung achten, denn eine saubere Technik ist beim Aquajogging äußerst wichtig.“

Kleine Tipps für Einsteiger

Mit einem Training von drei Mal wöchentlich machen Anfänger schnell Fortschritte und finden ihren eigenen Rhythmus. Die Intensität und Geschwindigkeit kann jeder, wie beim Laufen draußen, selbst wählen. Zu Beginn reichen kurze Einheiten von fünf bis zehn Minuten. Über die Wochen können die Intervalle gesteigert und erste Dauermethoden ausprobiert werden. Fortgeschrittene können bis zu einer Stunde aktiv im Wasser trainieren. Die richtige Wassertemperatur für Einsteiger liegt bei 30°C. Deutlich kühleres oder wärmeres Wasser belastet den Kreislauf. Neben einem Aquajogging-Gürtel, der dem Wasserläufer den nötigen Auftrieb verschafft, gehört auch eine wasserdichte Pulsuhr zum Equipment. Somit kann die Herzfrequenz regelmäßig überprüft und Überlastungen vermieden werden. Um auch Muskelkater und Muskelverkürzungen vorzubeugen, sollte – wie auch bei jeder anderen Sportart – ein ausgiebiges Dehnen am Ende des Trainings stattfinden. „Da gerade beim Aquajogging die hintere Oberschenkelmuskulatur sehr beansprucht wird, kommt es bei ausbleibendem Dehnen zu Verkürzungen und in Folge dessen zu Knieschmerzen. Dies musste ich leider selbst erfahren“, schildert Weber.

Stellt Marion Weber eure Fragen!

Auf ihrer Facebook-Seite gibt Marion Weber viele hilfreiche Tipps und berichtet selbst ausführlich von ihren Erfahrungen. Sie möchte anderen Läufern helfen und ihnen die Angst nehmen. Ihr Herz schlägt für den Laufsport, doch hat sie durch die Verletzung eine neue Passion gefunden. Aquajogging hat ihr geholfen sich fit zu halten und sich darüber hinaus zu steigern. Auf Anhieb konnte sie nach ihrer Zwangspause an sehr gute Laufzeiten anknüpfen und bereits wieder Erfolge auf dem Treppchen feiern. Sie beantwortet gerne alle Fragen und steht euch auch in schwierigen Zeiten mit Rat und Tat zur Seite.
Hier geht’s zur Facebook-Seite von Marion: Marion Weber - Aquajogging & Aquafitness

 

 

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