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Augen beim Schwimmen schützen

Nicht nur die Kleinen, sondern auch erwachsene Badegäste klagen oft über gerötete, brennende und tränende Augen nach dem Aufenthalt im Schwimmbad. Die Ursache dafür liegt meist auf der Hand: Chlor. Schon beim Betreten der Schwimmhalle kommt einem der Geruch nach Chlor entgegen. Dies hat im Wasser eine desinfizierende Wirkung und sorgt gleichzeitig für die roten Augen. Eingesetzt wird es, um Krankheitserreger und andere Stoffe die im Wasser schwimmen unschädlich zu machen und zu neutralisieren. Durch die Reaktion von Chlor mit Urin, Schweiß und Schmutz im Badewasser entstehen dann reizende Verbindungen. Diese greifen den Tränenfilm an und reizen die Bindehaut der Augen. Somit röten und brennen die Augen derer, die sich vermehrt im und unter Wasser aufhalten. Ohne den Chlorzusatz im Wasser würden sich durch den Besuch der vielen Badegäste leichter Krankheiten übertragen und die Ansteckungsrate durch das Wasser wäre enorm hoch. Zudem wäre das Wasser ähnlich dem Badewasser zu Hause in der Badewanne extrem trüb und unsauber.

Daher besteht deutschlandweit die Pflicht für Schwimmbäder ihr Wasser mit Chlor zu versetzen. Man kann sich aber ganz einfach gegen das unangenehme Röten und Brennen der Augen schützen. Fachleute raten zu einer gut sitzenden und abdichtenden Schwimmbrille, die es von vielen verschiedenen Marken und bereits für kleines Geld gibt.

Kontaktlinsenträger aufgepasst

Vor allem Kontaktlinsenträger sollten ihre Augen schützen! Ohne den Schutz durch eine Schwimmbrille besteht die Gefahr, dass sich die Kontaktlinsen am Auge festsaugen. Dies verursacht dann eventuell schmerzhafte Abschürfungen an der Hornhaut. Zudem können sich verschiedene Parasiten und Keime, wie zum Beispiel Akanthamöben oder Pilze unbemerkt in das weiche Material der Linsen einnisten und dort vermehren. Kein Kontaktlinsenpflegemittel ist imstande diese Bakterien abzutöten. Damit dies nicht weitere Ausmaße annimmt, raten Augenärzte dazu, wenn auf Kontaktlinsen im Schwimmbad nicht verzichtet werden kann, wenigstens Tageslinsen zu verwenden, die im Anschluss einfach entsorgt werden können. Dadurch wird die Gefahr an einer schwerwiegenden Augenkrankheit zu erkranken stark reduziert. Eine gute Alternative für Kontaktlinsenträger sind Schwimmbrillen mit Sehstärke. So kann der Schwimmer genauso gut sehen wie immer und ist zusätzlich vor allen Gefahren für das Auge im Wasser wie die Infektion mit Keimen oder Krankheitserregern geschützt.

Augen schützen im Badesee

Die Gefahr, dass Krankheitserreger und andere Schmutzpartikel in die Augen gelangen, besteht aber nicht nur in Schwimmbädern, sondern auch in Badeseen. Oft ist schon die Oberfläche des Wassers verschmutzt und reizt die Augen. Daher sollte auch in öffentlichen Gewässern stets mit Vorsicht das Wasser betreten bzw. der Kopf unter Wasser getaucht werden. Am sichersten für die Augen ist es bei Tauchgängen diese zu schließen, um sie vor dem Eindringen von Wasser zu schützen. So bleiben Keime und Bakterien draußen. Das vermeintlich augenfreundlichste Wasser ist das Meerwasser. Durch den hohen Salzgehalt beispielsweise in der Nord- und Ostsee oder im Mittelmeer sind keine Bakterien im Wasser. Aber auch hier empfiehlt es sich, die Augen bei Tauchgängen zu schließen, da das Salz oftmals in den Augen brennt.

Arzt aufsuchen bei langanhaltenden Schmerzen

Sollte man trotz aller Vorsichtsmaßnahmen und Schwimmbrille rote Augen bekommen, sollten die Symptome beobachtet werden. Normalerweise klingen die brennenden und roten Augen nach wenigen Stunden wieder ab. Dabei hilft es auch die Augen nach dem Schwimmbadbesuch mit chlorfreiem Wasser auszuwaschen und gründlich zu säubern (aber vorsichtig und ohne Kontaktlinsen!). Sollten die Beschwerden nach 24 Stunden allerdings noch nicht abgeklungen sein, ist es ratsam einen Augenarzt aufzusuchen. Meist steckt eine Infektion dahinter, die durch das Chlor oder einzelne Schmutzpartikel hervorgerufen wurde. Achtet also bei euren wöchentlichen Schwimmtrainings auf einen vorsichtigen Umgang mit euren Augen im Wasser und geht bei Auffälligkeiten sofort zum Arzt.

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