Sportshop Triathlon Blog


 Zur Übersicht

Die größten Helden aller Zeiten

In der Antike waren Sportler die größten Vorbilder und Idole. Jeder wollte gerne so sein wie sie: groß, stark, schnell und schön! Kein Wunder, dass ihre Leistungen und Verdienste uns heute noch in ihren Bann ziehen. Aber woran erkennt man die erfolgreichsten Sportler unter ihnen? Wir haben dazu den ewigen Medaillenspiegel der Olympischen Spiele zu Rate gezogen und uns die Top 10 der Sportler mit den meisten Medaillen genauer angeguckt.

 

 

 

Unsere Top 10 Helden im Portrait

1. Michael Phelps (* 30. Juni 1985 in Baltimore, USA)

Als der vielseitigste Schwimmer der Gegenwart gewann der US-Amerikaner bereits 28 olympische Medaillen (23 Goldmedaillen). Damit ist er der erfolgreichste Olympionike aller Zeiten. Seine olympische Karriere begann bei den Spielen 2000 in Sydney. Als jüngster Schwimmer im US-Team (15 Jahre) holte er zwar noch keine Medaille, stellte aber nur fünf Monate später den Weltrekord über 200m Schmetterling auf. In den nächsten Jahren folgten weitere Weltrekorde und erste Medaillen bei internationalen Wettkämpfen. Vor allem bei den Spielen in London war er mit vier Gold- und zwei Silbermedaillen der erfolgreichste Teilnehmer. Zwar beendete er nach der 4x100m-Lagenstaffel seine Sportlerkarriere, doch kehrte er bereits zwei Jahre später wieder zurück. Am 14. April 2014 bestätigte der US-Schwimmverband in einer offiziellen Ankündigung, dass Michael Phelps im Rahmen des Arena Swimming Grand Prix in Mesa, Arizona (24.–26. April 2014) sein Comeback geben wird. Auch bei den Olympischen Spielen in Rio ist er sehr erfolgreich dabei und verabschiedet sich nach den Wettkämpfen von der internationalen Bühne.

Bei den Spielen in Rio war im Vorfeld klar, dass es nun definitiv seine letzten Olympischen Spiele sein werde. Ihm wurde dafür die Ehre zu Teil bei der Eröffnungsfeier die Fahne für das US-Team zu tragen. Bei seinen Schwimmwettkämpfen in Rio holte er insgesamt fünf Goldmedaillen und verabschiedete sich bei seinem letzten Einzelrennen mit einer Silbermedaille von der internationalen Bühne. Mit der 4x100m Lagenstaffel konnte er sich aber zuletzt noch Gold holen und gönnte seinem Teamkollegen Ryan Murphy von ganzem Herzen den Weltrekord, den dieser über die 100m Rücken im Staffelfinale aufstellte. Damit verlässt Michael Phelps als der bisher erfolgreichste Olympionike dieses Terrain – zumindest als aktiver Sportler.

2. Larissa Latynina (* 27. Dezember 1934 in Cherson, Ukrainische SSR)

Die ehemalige sowjetische Kunstturnerin ist nach Michael Phelps die Sportlerin mit den meisten Olympischen Medaillen. Während den Olympischen Sommerspielen von 1956 bis 1964 gewann sie 18 Medaillen (darunter 9 Mal Gold). Daneben wurde sie neunmal Weltmeisterin und siebenmal Europameisterin und arbeitete nach ihrer aktiven Karriere erfolgreich als Cheftrainerin für die sowjetische Turnriege. „Es war nur meine Zielstrebigkeit und mein Siegeswille. Ich hatte dieses Wettkampf-Gen in mir. Verlieren wollte ich nie, das habe ich gehasst.“, so Latynina rückblickend im Jahr 2012. Latynina war über Jahrzehnte die am häufigsten dekorierte Olympionikin, ehe nach 48 Jahren der US-amerikanische Schwimmer Michael Phelps im Jahr 2008 mehr Olympiasiege erzielen konnte. Ihr Medaillenrekord wurde von Phelps bei den Olympischen Spielen 2012 um vier Plaketten übertroffen. Latynina erklärte, dass sie Phelps den Rekord gönne, dem sie bereits 2008 nach seinen Erfolgen in Peking per Brief gratuliert hatte.

3. Paavo Nurmi (*13. Juni 1897 in Turku; † 2. Oktober 1973 in Helsinki)

In den Laufdisziplinen über die 1500 Meter bis hin zum Stundenlauf stellte Paavo Nurmi insgesamt 24 Weltrekorde auf und gewann neun Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen zwischen 1920 und 1928. Der finnische Leichtathlet gilt bis heute als der Athlet überhaupt. Ihm wurde der Asteroid (1740) Paavo Nurmi gewidmet. Zudem wurde er als der „fliegende Finne“ 1987 auf einen 10 Finnischen Mark Schein gedruckt. Auf der Rückseite befand sich das Olympiastadion. Sein Name und die damit verbundene Assoziation mit der Schnelligkeit fand in der österreichischen Redewendung I bin jo ned da Nurmi (Ich bin ja nicht der Nurmi) als Ausrede für ein gemächlicheres Tempo bei Freizeitsport und Arbeit Eingang. So bleibt er bis heute noch aktiv in unseren Erinnerungen.

4. Mark Andrew Spitz (* 10. Februar 1950 in Modesto, Kalifornien)

Ein weiterer ehemaliger US-amerikanischer Weltklasse-Schwimmer ist Mark Spitz. Er gewann in seiner Karriere insgesamt elf Goldmedaillen und belegt somit den vierten Platz in unserem Ranking. Bei den Olympischen Sommerspielen 1968 in Mexiko-Stadt verfehlte Spitz sein selbstgestecktes Ziel, sechs Goldmedaillen zu gewinnen. Lediglich Silber über 100 m Schmetterling und Bronze über 100 m Freistil konnte er mit nach Hause nehmen. Die Goldmedaille gewann er nur in der 4x100 m und 4x200 m Freistilstaffel. Bei den Olympischen Spielen in München war er schon erfolgreicher, holte sich sieben Goldmedaillen und stellte dabei jeweils einen Weltrekord auf. Für diese Leistung wurde er im selben Jahr zum Sportler des Jahres gewählt. Im Alter von 22 Jahren trat Spitz von seiner aktiven Sportlerkarriere zurück. Er kann mit 33 Weltrekorden auf viele Ausnahmeleistungen zurückblicken. Sein Versuch, sich im stolzen Alter von 41 Jahren noch für die Olympischen Spiele 1992 in Barcelona zu qualifizieren, scheiterte jedoch.

5. Carl Lewis (* 1 Juli 1961 in Birmingham, Alabama)

Dieser Athlet gilt als der erfolgreichste Athlet in einer Disziplin. Als viermaliger Olympiasieger im Weitsprung (1984, 1988, 1992, 1996) trägt der US-Amerikaner diesen Rekordtitel. Insgesamt gewann er über die Sprintdistanz und im Weitsprung neun Goldmedaillen und acht Weltmeistertitel. Seine Karriere wurde im Jahr 1999 von der International Association of Athletics Federation (IAAF) mit dem Titel „Leichtathlet des Jahrhunderts“ ausgezeichnet.

6. Birgit Fischer (* 25. Februar 1962 in Brandenburg)

Die deutsche Birgit Fischer ist eine ehemalige Kanutin. Mit acht Gold- und vier Silbermedaillen ist sie die erfolgreichste deutsche Olympionikin und die zweiterfolgreichste Olympionikin überhaupt. Bereits mit sechs Jahren fing sie mit dem Kanurennsport an und gewann 1980 in Moskau ihr erstes Olympisches Gold. Bei den folgenden sechs Spielen holte sie weitere Medaillen, ehe sie in Sydney 2000 Fahnenträgerin der deutschen Mannschaft war. Für die Spiele in Peking (2008) und London (2012) versuchte sie vergeblich sich wieder für eine Teilnahme zu qualifizieren. Im Vorfeld gab Fischer aber immer bekannt, dass sie aus beruflichen Gründen nicht in dem Umfang trainieren kann, wie es für einen olympischen Startplatz von Nöten wäre. Trotzdem brachte ihr die Dominanz in einer olympischen Sportart über so viele Jahre sogar einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde ein.

7. Sawao Katō (* 11. Oktober 1946 in Präfektur Niigata)

Der ehemalige japanische Kunsturner kann auf eine erfolgreiche Sportkarriere zurückblicken. Mit zwölf olympischen Medaillen (davon acht Mal Gold) gilt er als einer der erfolgreichsten Turner bei Olympischen Spielen und ist der erfolgreichste japanische Olympiateilnehmer. Zwischen 1968 und 1976 nahm er an drei Olympischen Spielen teil. In Mexiko-Stadt, München und Montreal feierte Katō seine Siege. Dabei holte er Medaillen sowohl in Einzeldisziplinen, wie Bodenturnen, Reck, Seitpferd oder am Barren, als auch mit der japanischen Mannschaft. Nach seiner sportlichen Karriere arbeitete Katō als Professor für Gesundheit und Sportwissenschaften an einer Universität in Japan.

8. Jenny Thompson (* 26. Februar 1973 in Dover, USA)

Die Profischwimmerin holte in ihrem Milieu die meisten Olympiamedaillen. Keine Schwimmerin war erfolgreicher seit je her. Zwar konnte sie sich nie den Titel als Einzelolympiasiegerin einholen, doch gewann sie acht Goldmedaillen mit der US-amerikanischen Staffel bei den Olympischen Spielen 1992, 1996 und 2000. Zudem holte Thompson sich vier Silbermedaillen in Einzelwettkämpfen und mit der 4x100m Lagen- und Freistilstaffel.

9. Matthew Nicholas Biondi (* 8. Oktober 1965 in Moraga, USA)

Unser Platz neun geht an den US-amerikanischen Schwimmer Matt Biondi. Bereits bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles gewann Biondi seine erste Goldmedaille mit der 4x100m Freistilstaffel. Zudem stellte er über 100m Freistil im Folgejahr mehrere Weltrekorde auf. Er war der erste Schwimmer, der mit 48,95 Sekunden die 49-Sekunden-Marke knackte. Bei seinen zweiten Olympischen Spielen 1988 in Seoul konnte er zwei weitere Goldmedaillen für sich verbuchen und auch einmal Silber und Bronze gingen auf sein Konto. Auch in Barcelona 1992 war er mit zwei Mal Gold und einmal Silber einer der erfolgreichsten Olympioniken. Nach Michael Phelps und Mark Spitz ist Biondi der erfolgreichste Schwimmer in der Geschichte der Olympischen Spiele. Insgesamt gewann er bei den drei Spielen acht Goldmedaillen, zwei Silbermedaillen und eine Bronzemedaille und stellte insgesamt 13 Weltrekorde auf. In den Jahren 1985, 1986 und 1988 wurde Matt Biondi als US-amerikanischer Schwimmer des Jahres ausgezeichnet. Zudem wurde er in den Jahren 1986 und 1988 mit dem Titel Weltschwimmer des Jahres geehrt. Im Jahr 1997 wurde Biondi in die Ruhmeshalle des internationalen Schwimmsports aufgenommen.

10. Raymond Clarence Ewry (* 14. Oktober 1873 in Lafayette, USA; † 29. September 1937 in New York City, USA)

Der US-amerikanische Leichtathlet gewann insgesamt zehn Goldmedaillen bei vier Olympischen Spielen. Seine Medaillen gewann er zwischen 1900 und 1908 bei den - nur in diesem Zeitraum - ausgetragenen Standsprungwettbewerben (Standhochsprung, Standweitsprung und Standdreisprung). Man kannte ihn - als in dieser Disziplin dominierender Athlet - unter dem Spitznamen The Human Frog. Das besondere an Ewry ist, dass er niemals richtig laufen lernte. Im Alter von fünf Jahren erkrankte er an Kinderlähmung und war zeitweise an einen Rollstuhl gebunden. Der Standsprung gab ihm die Möglichkeit als Leichtathlet erfolgreich zu sein. Sein Weltrekord im Standweitsprung von 3,476m aus dem Jahr 1904 hatte auch bis ins Jahr 1938 Bestand. Ab diesem Jahr wurde dieser Wettbewerb nicht mehr ausgetragen. Im Jahr 1983 bekam Ewry einen Platz in der US-amerikanischen Olympic Hall of Fame. Im Alter erkrankte Ewry an einer Knochentuberkulose und starb infolge dessen an einer Lungenentzündung.

10. Usain Bolt (* 21. August 1986 in Sherwood Content, Jamaika)

Auch Usain Bolt könnte sich bei den Olympischen Spielen 2016 in die Geschichtsbücher schreiben. Er startete vor den Spielen in Rio mit sechs gewonnen Goldmedaillen auf Platz 25. Nach seinem Erfolg über die 100m der Männer am vergangenen Sonntag holte er Medaille Nummer sieben und schob sich im Ranking auf Platz 16 der Sommerolympioniken mit den meisten Goldmedaillen. Auch auf seiner Lieblingsdistanz über die 200m war er siegreich und holte sich seinen achten Olympiatitel. Damit zieht er mit dem Leichtathleten Ray Ewry gleich, der wie Bolt acht Goldmedaillen stehen hat. Am Sonntag wird Bolt noch über die 4x100m Staffel mit Jamaika an den Start gehen. Wenn er dort die nächste Goldmedaille gewinnt, dann schiebt er sich an seinem 30. Geburtstag mit neun Goldmedaillen auf Platz Nummer sechs hinter den Leichtathleten Carl Lewis.

 

Bildnachweis:
1. Birgit Fischer: Paddel Info http://www.paddelinfo.de/partner/daten/birgit-fischer/birgit-fischer2.jpg
2. Usain Bolt: Usain Bolt http://usainbolt.com/wp-content/uploads/2012/08/DSC_4405.jpg