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Olympische Spiele – Von der Antike bis zur Neuzeit

Vom 05. bis 21. August finden die Olympischen Spiele 2016 (offiziell Spiele der XXXI. Olympiade) in Rio de Janeiro, Brasilien statt. Unter dem Motto „Viva sua Paixão“ (Lebe deine Leidenschaft) treten tausende von Sportlern in 28 Sportarten gegeneinander an. In 306 Wettbewerben werden Medaillen an die drei besten verteilt. So wie heute war es aber nicht immer. Wir erklären euch hier einiges zu Entstehung und Ablauf der Olympischen Spiele von der Antike bis in die Neuzeit.

Seit dem Jahr 776. v. Chr. fanden die Olympischen Spiele zu Ehren des Gottes Zeus in Olympia statt. Sechs Tage lang wurde die Feierlichkeit von Musik, Poeten und Sportlern begleitet. Um ihre Landsmänner bei verschiedenen Disziplinen anzufeuern, nahmen die Zuschauer oft eine lange und anstrengende Reise auf sich. Belohnt wurden sie mit harten Kämpfen im Ring und mit Fäusten. Zudem gab es viele Disziplinen aus der Leichtathletik, wie einen Stadion-, Lang- oder Waffenlauf und einen Fünfkampf bestehend aus Speer, Diskus, Weitsprung, Laufen und Ringkampf. Bei den hippischen Sportarten gab es viele Wettkämpfe hoch zu Ross.

Gewinnen, gewinnen, gewinnen!

Für die Teilnehmer in der Antike zählte nur der Sieg. Wer als zweiter aus dem Kampf herausging, wurde verachtet. Daher wünschten sich viele Sportler entweder Sieg oder Tod – alles andere zählte nicht. Die Olympiasieger wurden mit hohem Ansehen belohnt und bekamen neben einem Kranz aus Zweigen eines Ölbaums, Ruhm und Ehre ein Leben lang.

Ende der Antiken Spiele und Beginn der Spiele der Neuzeit

Im Jahr 393 n. Chr. wurden die letzten Olympischen Spiele der Antike ausgetragen. Kaiser Theodosius verabscheute jegliche Form von heidnischem Kult und Verbot im Jahre 394 n. Chr. die Austragung der Spiele. So fanden auch keine derartigen Wettkämpfe mehr statt bis der französische Baron Pierre de Coubertin 1892 vorschlug ein Sportfest mit internationalem Charakter ins Leben zu rufen. Mit der Wiederbelebung des olympischen Gedankens wollte er die Völkerverständigung fördern. Im Jahr 1894 verkündete das Internationale Olympische Komitee die Neubegründung der Olympischen Spiele. Nur zwei Jahre später traten 295 Athleten aus 13 Ländern gegeneinander an und eröffneten die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit.

Olympische Flagge als Symbol der Einheit

Mit der „Olympischen Charta“ wurden die fundamentalen olympischen Prinzipien festgesetzt, wie z.B. „Olympische Spiele sind Wettkämpfe zwischen Einzelsportlern und nicht zwischen Staaten“ und „kein Sportler darf aus rassischen, religiösen oder politischen Gründen von der Olympiateilnahme ausgeschlossen werden“. Diese Einheit spiegelt sich auch in der 1913 entworfenen Olympiaflagge wieder, wobei die ineinander verschlungenen Ringe für die fünf Kontinente Amerika, Australien, Afrika, Europa und Asien stehen. „Ihre Gestalt ist symbolisch zu verstehen. Sie stellt die fünf Erdteile dar, die in der Olympischen Bewegung vereint sind; ihre sechs Farben entsprechen denen sämtlicher Nationalflaggen der heutigen Welt“ verkündetet Pierre de Coubertin. „Dabei sein ist alles“ stellt den größten Triumpf, den die Spiele ausstrahlen sollen, dar. Dazu leisten die Teilnehmer im Rahmen der Eröffnungsfeier einen Eid auf Fairness gegenüber sich selbst, den Mitstreitern und gegenüber dem Vaterland. Seit 1992 finden nun alle vier Jahre die Sommerspiele und Winterspiele, mit einem Zwei-Jahres-Rhythmus zwischen den Spielen statt.

Propaganda und Boykotte der Spiele

Aber in der Vergangenheit waren die Olympischen Spiele oft Opfer der Politik und des aktuellen Weltgeschehens. So kam es während des ersten Weltkrieges (1916) und 1936 in Berlin zu massiven Verletzungen des Olympischen Gedankens, als Hitler beispielsweise alle Andersfarbigen von der Olympiateilnahme ausschloss und Juden aus der deutschen Mannschaft verbannte. Damit missbrauchte der Diktator die Spiele für seine politische Propaganda. Während des zweiten Weltkriegs fanden keine Olympischen Spiele statt und auch 1972 in München ging in die dunkle Geschichte der Spiele ein. Damals griff eine arabische Terroristengruppe das Lager der israelischen Mannschaft an und nahm Geiseln, die die Entführung allesamt nicht überlebten. Im Jahr 1980 boykottierten die USA, BRD und China die Spiele in Moskau, weil sowjetische Truppen in Afghanistan einmarschierten. Nur vier Jahre später rächte sich der Ostblock dafür und stellte keine Sportler für die Spiele 1984 in Los Angeles.

Standhafter olympischer Gedanke

Immer wieder wurden die Olympischen Spiele von Boykotten, Propaganda oder Dopingfällen überschattet, doch verloren sie nie ihren wahren olympischen Gedanken und bringen alle vier Jahre die Welt zum Staunen mit tollen Leistungen in einer eindrucksvollen Kulisse und Umgebung.