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Schwächeanfall beim Triathlon

Triathlon ist ein Sport, bei dem viele Athleten an ihre Grenzen stoßen. Ob beim Schwimmen, Radfahren oder zuletzt beim Laufen! Ein Sportler muss mit seinen Kräften haushalten und seinen Körper und Warnhinweise erkennen können. Dass dies auch im Spitzensport nicht immer möglich ist zeigte ein ganz besonderer Fall, der im Juni 2016 die komplette Sportwelt bewegte: Ein Schwächeanfall von Jonathan Brownlee!
Jonathan Brownlee hatte den Sieg beim großen Triathlon-Finale in Mexiko schon fast in der Tasche. Er führte bis 400 Meter vor der Ziellinie das Feld deutlich an. Plötzlich taumelte der 23-Jährige Brite und drohte vollends zusammenzubrechen. Die drückende Hitze und die Anstrengung zwangen ihn in die Knie – als sein Bruder Alistair ihm unter die Arme griff, ihn halb über die Schulter nahm und ihn Richtung Ziellinie schleppte. Die wenigen Meter bis ins Ziel trug er ihn, ehe er ihn mit einem letzten Schubs über die Ziellinie buxierte. Jonathan wurde somit zweiter - vor seinem Bruder!
Ohne seinen Bruder hätte Jonathan es aus eigener Kraft vielleicht nicht mehr ins Ziel geschafft. Das ist wahre Bruderliebe... Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen? Was hat Jonathan zu schaffen gemacht?

 

Wie kann es zum Schwächeanfall kommen?

Ein Schwächeanfall hat meist relativ harmlose Ursachen, wie beispielsweise eine Unterzuckerung, Schlaf- oder Flüssigkeitsmangel. Daraus resultiert eine starke körperliche Erschöpfung und Energielosigkeit. Vor allem im Sport ist die Nahrungsaufnahme und Flüssigkeitszufuhr von zuckerhaltigen Speisen und Getränken äußerst wichtig. Je länger der Sport andauert, umso geringer werden die körperlichen Ressourcen und der Körper verlangt nach Wasser und Glukose.

Darüber hinaus sollte vor allem diversen Vorerkrankungen eine Beachtung geschenkt werden. Verschleppte Grippen, Herzerkrankungen oder psychische Krankheiten lösen vermehrt Schwächeanfälle aus. An den Start bei Wettkämpfen sollte man daher auch nur in völlig gesundem Zustand gehen.

Symptome eines Schwächeanfalls

Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen mit einer ausreichenden Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme kann es aufgrund von großer Hitze oder zu großem Willen/Ehrgeiz vorkommen, dass man seine Grenzen überschreitet. Typische Anzeichen und Warnhinweise für einen drohenden Schwächeanfall können sein: Ein plötzlich auftretendes Schwindelgefühl, Übelkeit, Zittern, Muskelzucken oder Herzrasen. Auch das klassische „schwarz vor Augen werden“ ist ein akutes Zeichen dafür, dass man sich übernommen hat und der Körper schnell Ruhe braucht.

So vermeidet man einen Schwächeanfall

Bei anstehenden Wettkämpfen und harten Trainings sollte schon am Vortag auf eine ordentliche Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Zudem sollte auch ausreichend gegessen werden, um sicherzustellen, dass die Belastungsperiode durchgestanden werden kann und der Körper ausreichend Energie zur Verfügung hat.

Kleine Snacks in Hosentaschen oder am Rad helfen auch den Körper kurzzeitig mit neuen Energiereserven zu versorgen. Auch Isogetränke oder zwischendurch ein Schluck Cola lassen den Blutzuckerspiegel nicht absinken. Powerriegel geben Kraft und zudem einen guten Geschmack im Mund!

Verhalten bei einem Schwächeanfall im Training oder Wettkampf

Wenn die oben genannten Symptome auftreten, ist es ratsam den Wettkampf, um der eigenen Gesundheit Willen, vorzeitig abzubrechen. Auf keinen Fall sollte man aber die Belastung sofort unterbrechen, sondern vielmehr langsam vom Laufen ins Joggen und schließlich ins Gehen übergehen. Nur wenn der Kreislauf langsam herunterfährt kann man einen Schwächeanfall verhindern. Abruptes Stehenbleiben verstärkt den Effekt meist nur und der Körper hat an zwei Fronten zu kämpfen.

Es empfiehlt sich zu dem den Körper mit einer Cola oder einem Isogetränk zu stärken und sich in den Schatten zurückzuziehen. Während eines Trainings sollte man den Nachhauseweg antreten und sich zu Hause etwas entspannen und am besten eine Kleinigkeit essen, bevor man unter die Dusche steigt.
Im Rahmen eines Wettkampfs ist es ratsam den Rettungskräften einen Besuch abzustatten, um sich kurz durchchecken zu lassen und unter Beobachtung wieder zu Kräften zu kommen.

Tipps für die Zukunft

Zum Sport - egal ob Training oder Wettkampf - solltet ihr nur antreten, wenn ihr euch hundertprozentig gesund fühlt. Vor allem bei mehrstündigen Belastungsphasen könnt ihr eurem Körper enorm schaden, wenn ihr nicht darauf achtet. Solltet ihr trotzdem einen Schwächeanfall erleiden, dann hört auf euren Körper und beendet das Training oder den Wettkampf und lasst euch durchchecken.Wenn ihr euch an neue Distanzen wagt, ist ein Gesundheitscheck beim Arzt im Vorfeld nicht verkehrt.

Zu diesem Thema könnte euch auch unser Blogbeitrag Gesundheits-Check-Up vor der Saison durchlesen.

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