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Triathleten brauchen starke Stoffe

Kaum eine andere Sportart ist so vielseitig auf kurzer Zeit. Erst schwimmen, dann Rad fahren und schließlich laufen – ohne eine richtige Verschnaufpause. Klar, dass hier auch hohe Ansprüche an das Equipment gestellt werden. Sportler schielen dabei immer auf das beste Rennrad, die optimalsten Laufschuhe oder die perfekte Schwimmbrille. Doch wie sieht es bei der Kleidung aus? Der Einteiler begleitet die Triathleten von der ersten bis zu letzten Minute.

 

 

Was muss mein Triathlon-Einteiler können?

Die Triathlon-Kleidung muss daher auf höchstem Standard multifunktional sein. Sie muss tauglich und funktionsfähig für alle drei Sportarten sein. Berücksichtigt werden müssen vor allem die freie Beweglichkeit der Arme im Wasser, sowie die schnelltrocknenden und leichten Eigenschaften, die ein Schwimmanzug aufweist. Darüber hinaus sollte der Einteiler im Sinne der Aerodynamik eng anliegend sein auf dem Rad und ein integriertes Sitzpolster vorweisen können. Im Anschluss muss den Beinen eine hohe Beweglichkeit zustehen beim Laufen und ein funktionsfähiger Stoff sollte wissen wohin mit dem Schweiß.

Triathlon-Bekleidung besteht in der Regel aus pflegeleichten, aber hochfunktionellen Fasern bzw. Faserverbunden. Zudem weisen sie eine Kompressionswirkung auf, die eine auftretende Muskelermüdung hinauszögert. Auch die richtige Balance zwischen Feuchtig-keitstransport und Schutz vor Auskühlen gewährleistet eine vollfunktionsfähige Triathlon-Bekleidung. Weitere Ideen der Hersteller sind schwarze Stoffe, die sich unter Sonneneinstrahlung nicht aufheizen, kühlende Materialien und neue Schnitte.

Neuer Trend: Aerosuit

Die neuen Modelle der „Halblangen“ treiben die Ideen der Hersteller weiter voran. So spart zum Beispiel der Kienle-Suit bis zu 15 Watt nach Angaben des Herstellers Orca im Vergleich zu seinem Vorgängermodell beim Radfahren. Vor allem die neue Aerodynamik verspricht auch bei anderen Herstellern eine Leistungsersparnis von bis zu acht Watt auf einer Strecke von 42 Kilometer. 2XU verspricht sogar Zeitersparnisse von bis zu sechseinhalb Minuten auf 180 Radkilometern. Von einem aerodynamischen Outfit profitieren jedoch hauptsächlich Spitzensportler, die in der Lage sind die Strecke unter fünf Stunden zu bewältigen und dies quasi durchgängig in der Aeroposition. Anfänger und langsameren Athleten würden sich in den hautengen Einteilern bereits nach kurzer Zeit eingeengt fühlen und in der aufrechten Radfahrposition erzielt auch ein teurer High-End Einteiler kaum Vorteile.

Passform schlägt Preis

Individualität vor teuren Markenprodukten. Die Passform ist das A und O. Unnötige Falten rufen eine schlechtere Leistung des Trisuits hervor. Denn überall dort, wo sich der Stoff wölbt, scheuert und reizt er die Haut. „Dort, wo das Material nicht sitzt entstehen Störstellen, die einen daran hindern, sein volles Potenzial abzurufen und sich ganz auf den Wettkampf zu konzentrieren“, erklärt Matthias Filser von 2XU. Tests an der Deutschen Sporthochschule Köln ergaben, dass Triathlon Einteiler mit Reißverschlüssen auf der Vorderseite weniger Widerstand aufweisen, als Zipper auf dem Rücken. Etwas, dass mittlerweile von fast allen Herstellern berücksichtig und in der Produktion umgesetzt wird.

Schwimmen mit dem Einteiler

Bei Sprintdistanzen wird meist auf den Neoprenanzug verzichtet, das bedeutet der Einteiler muss die nötigen Eigenschaften eines Schwimmanzugs mit sich bringen. Die Taschen des Trisuits sollten daher kleiner oder abgedeckt sein, damit kein Wasser hineinläuft und man beim Schwimmen eine „Wasserfallschirm“ hinter sich herzieht. Für noch schnellere Schwimmzeiten gibt es inzwischen Anzüge aus wasserabweisendem Obermaterial wie zum Beispiel den Triathlon Racing Suit von ZAOSU.

Besonders auf leichtes Material ist also beim Kauf zu achten, denn die Beweglichkeit kann durch dickes Material - vor allem im nassen Zustand - beeinträchtigt sein. Bei einem weiteren Test der Deutschen Sporthochschule Köln wurden Anzüge gewogen und anschließend für 30 Sekunden ins Wasser getaucht. Ein erneutes Wiegen ergab enorme Unterschiede, wobei der Schwerste am Ende ein Kilo gegenüber dem trockenen Zustand zulegte. Die Materialqualität ist somit eine wichtige Komponente bei der Kaufentscheidung. Wer sich hier nicht richtig informiert, der läuft Gefahr auch nach dem zweiten Wechsel noch immer einen nassen Anzug auf der Haut zu tragen.

Probieren geht über Studieren

Tipp: Beim Kauf eines Trisuits einfach mal Trockenschwimmübungen machen, die Haltung auf dem Fahrrad einnehmen oder durch den Laden joggen, um Falten und Luftpolster zu entdecken. Mit entsprechender Beratung sollte dann auch nichts mehr schief gehen. Kommen Sie doch einfach mal bei uns im Ladenlokal in Köln-Marsdorf vorbei. Wir beraten Sie gerne und gemeinsam finden wir die perfekte Triathlon-Kleidung für ihren Wettkampf!