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Baderegeln... und wie sie Leben retten

Es gibt sie – aber kaum einer kennt sie: Die Baderegeln. Das liegt vor allem daran, dass immer weniger Menschen heutzutage freiwillig ein Schwimmabzeichen machen. Früher war es noch Pflicht in der Grundschule schwimmen zu lernen – heute können es immer weniger Kinder. Doch woran liegt es? Mehrere Gründe sprechen dafür, dass sich Badeunfälle von Kindern im Sommer häufen. Durch die zunehmende Immigration nach Deutschland kommen auch Familien, deren Mitglieder nicht schwimmen können. In vielen Kulturen hat das Schwimmen oder Schwimmenlernen einen niedrigeren Stellenwert als in Deutschland. Vor allem diese Kinder und Eltern müssen bei der Integration in unser Land mit den Schwimmtechniken und Baderegeln vertraut gemacht werden.

Weniger Schwimmkurse für Kinder

Unsere Kinder lernen meist in der Schule das Schwimmen. Wenige Eltern melden ihr Kind freiwillig in einem Schwimmkurs an und vertrauen stattdessen auf die schulische Bildung und Erziehung. Doch entfallen in Schulen vermehrt Schwimmkurse aufgrund von mangelnden, öffentlichen Schwimmbädern, die aus finanziellen Gründen von Kommunen in den letzten Jahren geschlossen werden mussten. Aber auch der Rückgang an qualifizierten Schwimmtrainern ist ein gefährlicher Trend. Viele Schwimmkurse sind einfach restlos überfüllt und es gibt Wartelisten von mehreren Jahren. Das Schwimmenlernen für Kinder ist nicht mehr selbstverständlich, dabei könnten die einfachsten Schwimmtechniken, Wassergewöhnungskurse und Baderegeln jeden Sommer Menschenleben retten.

Baderegeln – Schwimmen leicht gemacht

Zehn ganz einfache und leichte Regeln, die bei Beachtung das Leben von Jung und Alt retten können. Bei jedem Schwimmabzeichen und anderen Schwimmausbildungen sind sie fester Bestandteil. Es handelt sich um einfache Sätze, die gewisse Verhaltensweisen und –regeln im und am Wasser vorschreiben. Die Baderegeln erhöhen die Sicherheit im Umgang mit dem Medium Wasser.

  1. Gehe nur zum Baden, wenn du dich wohl fühlst. Kühle dich ab und dusche, bevor du ins Wasser gehst.
  2. Gehe niemals mit vollem oder ganz leerem Magen ins Wasser.
  3. Gehe als Nichtschwimmer nur bis zum Bauch ins Wasser.
  4. Rufe nie um Hilfe, wenn du nicht wirklich in Gefahr bist, aber hilf anderen, wenn sie Hilfe brauchen.
  5. Überschätze dich und deine Kraft nicht.
  6. Bade nicht dort, wo Schiffe und Boote fahren.
  7. Bei Gewitter ist Baden lebensgefährlich. Verlasse das Wasser sofort und suche ein festes Gebäude auf.
  8. Halte das Wasser und seine Umgebung sauber, wirf Abfälle in den Mülleimer.
  9. Aufblasbare Schwimmhilfen bieten dir keine Sicherheit im Wasser.
  10. Springe nur ins Wasser, wenn es frei und tief genug ist.

Mehr Verantwortung bei Vereinen

Wenn Schulen und Gemeinden keine Lösungen oder Möglichkeiten finden dem Trend des Nichtschwimmen-Könnens entgegen zu wirken, müssen Schwimm- und Triathlonvereine mehr Verantwortung übernehmen. Neben den Trainingsstunden für Aktive könnten zukünftig auch Schwimmkurse für die Kleinen angeboten werden. Es wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung... und wer weiß vielleicht werden auf diese Weise auch schon die nächsten Nachwuchsstars gefunden.

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