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Das kleine Neopren-Lexikon

Yama-Was? SCS-Was? Nano-Was? Liest man die Produktbeschreibungen der Hersteller, treten immer wieder schwarze Wissenslöcher auf. Wir füllen sie mit unserem kleinen Neopren-Lexikon.

Was ist eigentlich Neopren?

Die erste Lektion: Was man heute unter Neopren versteht, ist der synthetische Kautschuk „Chloropren“. Der Begriff Neopren ist eigentlich der Handelsname des Produkts, den die Firma DuPont ihrem Material kurz nach der Einführung gab.
Für Triathlon Neoprenanzüge wird das Chloropren in der Herstellung aufgeschäumt. Dabei werden viele kleine Gasbläschen eingeschlossen, wodurch sowohl die Isolationswirkung als auch der Auftrieb des Materials zu Stande kommt. Je mehr eingeschlossene Gasbläschen, desto flexibler, aber auch empfindlicher, ist das Material und desto mehr Auftrieb bietet es.

Yamamoto

Weltweit gibt es nur sehr wenige Firmen, die Neopren herstellen. „Yamamoto“ ist eine dieser Firmen. Der japanische Hersteller ist Marktführer für synthetische Kautschukprodukte wie sie in Triathlon Neoprenanzügen verarbeitet werden. Das Material wird mit einer Nummer versehen, etwa „Yamamoto #40“, die Aufschluss über die Materialbeschaffenheit gibt. Je höher die Nummer, desto größer die Anzahl der eingeschlossenen Gasbläschen und desto flexibler ist das Material. Das aktuell flexibelste Neopren ist Yamamoto #45.

SCS (Nano) – Beschichtung

Um die Oberfläche des aufgeschäumten Neoprens zu glätten wird es beschichtet. Die Beschichtung verhilft dem Anzug zu einem geringeren Wasserwiderstand, sorgt dafür, dass an der Luft das Wasser schneller abperlt, erhöht die Isolationswirkung und macht die Oberfläche unempfindlicher.
Die Beschichtung wird SCS genannt, was für Super Composite Skin steht. Mittlerweile gibt es auch hier verschiedene Varianten. Das neuere SCS Nano zum Beispiel ist eine dünnere Beschichtung, während eine Titanium-Beschichtung die Isolationswirkung stark erhöht.

Panel

Einzelne Bereiche des Neoprenanzugs werden mit speziellen Einsätzen versehen, die dann als Panels bezeichnet werden. So verwendet der Neoprenanzug-Hersteller Sailfish beispielsweise ein Stability Panel am seitlichen Rumpf und Oberschenkel, welches Schlingerbewegungen der Hüfte reduzieren und den Körper stromlinienförmig im Wasser halten soll. Vielfach werden auch Unterarmpanels eingesetzt, die den Druckaufbau in der Zugphase optimieren.

Aerodome

Aerodome bezeichnet ein 5mm starkes Neopren mit eingeschlossenen Luftkammern. Diese sind in Wabenstruktur angelegt und sorgen für einen maximalen Auftrieb und eine hohe Wasserlage. Vor allem auf langen Distanzen hilft es die Ermüdung hinauszuzögern.

Inner Layer

Die Innenseite des Anzugs wird Inner Layer genannt. Sie besteht meist aus Polyamid, das häufig auch als Nylon bezeichnet wird. Da das Innenfutter fest mit dem Neopren verbunden ist, muss es eine hervorragende Dehnfähigkeit, damit die maximale Flexibilität des Anzugs gewährleistet ist. Zudem sollte das Innenfutter nur wenig Wasser aufnehmen, damit der Neoprenanzug in der Wechselzone schnell ausgezogen werden kann.

 

Weiter: Wie finde ich den richtigen Neoprenanzug?