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Die richtige Laufbekleidung für unterschiedliche Temperaturen

Alle Jahre wieder bringen Herbst, Winter und Frühjahr ungemütliche Tage und Wetterverhältnisse mit sich. Mal ist es angenehm warm in der Sonne, dann eisig kalt im Wind und dann kommt es wieder nass von oben. Jeder Tag birgt eine andere Herausforderung für die Athleten, die sich draußen sportlich betätigen wollen. Da hilft nur eines: Eine Palette an verschiedenen Kleidungsstücken, die man gut miteinander kombinieren kann. Wir geben euch einige Tipps, damit ihr beim Laufen gut durch die kalte Jahreszeit kommt.

Eine Kombi aus dick und dünner

Was trägt man nun in solch unbeständiger Zeit? Es gibt nur eine Lösung für dieses Problem: Der Zwiebellook! Eine Kombination aus dicken und dünner werdenden Kleidungsschichten. Dabei übernimmt jede Schicht eine bestimmte Funktion und sorgt so für eine optimale Wärmeisolation nach außen und innen. Zwischen den verschiedenen Schichten befindet sich Luft, welche zusätzlich Wärme speichert. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man sich je nach Wetterlage ein Kleidungsstück mehr an oder ausziehen kann. Wir erklären euch hier, was ihr am besten bei welcher Temperatur tragt und was unbedingt in euren Kleidungsschrank muss.

Drei Temperatur-Wetterlagen und deine richtige Laufbekleidung

Für jede Wetterlage geben wir euch im Folgenden eine Übersicht der optimal zu tragenden Bekleidung: Aufgelistet von Kopf bis Fuß und von außen nach innen.

Herbst und Frühling: 9-13 Grad

Gerade morgens ist es oft noch eisig kalt und nachmittags lacht die Sonne. Frieren morgens und schwitzen am Nachmittag? Da ist man oft ratlos wie man das Problem umgehen kann. Nicht mit uns! Bei 9-13 Grad befindet sich die Temperaturgrenze, bei der wir dünne Kleidung empfehlen. Oben ein Langarm-Shirt, an den Beinen eine ¾ oder Longtight. Bei Wind ist zusätzlich eine Laufweste ratsam.

  • Funktionstuch: Das Funktionstuch ist flexibel einsetzbar. Egal ob locker um den Hals als Windschutz oder auf dem Kopf, wo es wie eine dünne Mütze den Kopf leicht warm und trocken hält.
  • Langarmshirt: Wichtig bei diesem Kleidungsstück ist vor allem die Passform. Das Langarmshirt sollte sich perfekt an den Körper anpassen und lang genug sein, sodass der Körper während der gesamten Laufzeit nicht frei gelegt wird. Zudem darf das Langarmshirt nicht zu eng sein, sodass es immer wieder nach oben über die Hüfte rutscht.
    Weitere Pluspunkte sammelt das Shirt mit einer Daumenöffnung. So wird der Ärmel zum Halbhandschuh.
  • Laufweste: Eine Laufweste hält den Oberkörper zusätzlich warm. Das Material sollte so gewählt sein, dass es Wind und eventuell auch Feuchtigkeit abhält. Mit einem Reißverschluss kann reguliert werden, ob mehr oder weniger Luft an den Körper kommen soll. Das macht die Weste zu einer tollen individuellen Wärmeregulierungsschicht.
  • ¾ Hose: Auch hier ist der Sitz von enormer Bedeutung. Der Beinabschluss sollte so gestaltet sein, dass dieser beim Laufen nicht hochrutscht, einschneidet oder stört. Auch ein flexibles Material auf Kniehöhe wird von den meisten Läufern begrüßt. Sehr hilfreich für das Verstauen des Schlüssels ist auch eine kleine Tasche mit Reißverschluss am hinteren Teil der Hose.

Milder Winter 2-8 Grad

Bei einstelligen Temperaturen ist eine enganliegende Funktionsunterwäsche unabdingbar. Während des Laufens kann einem der Wind kalt ins Gesicht blasen und auch andere Körperstellen kalt werden lassen. Daher unbedingt lange Laufkleidung tragen, die Wind und Kälte abhält. Auch wasserdicht sollte sie sein, da Tau oder Nebel versuchen unter die Kleidung zu schlüpfen.

  • Stirnband: Wenn es noch nicht zu kalt ist, ist ein Stirnband ein optimaler Ersatz für eine Mütze. Dieses lässt immer noch etwas Luft an den Schopf und verhindert, dass sich die Hitze anstaut. Wichtig ist allerdings, dass die Ohren geschützt sind. Diese reagieren oft zu Beginn der kalten Jahreszeit mit Ohrenschmerzen, wenn man diese einem zu starken Wind aussetzt.
  • Schlauchtuch: Dies ist ein extrem nützliches Accessoire für Winter und Herbst. Egal ob als einfaches Halstuch oder über Mund und Nase gezogen als Schutz vor der Kälte – das Schlauchtuch hilft dem Sportler durch die kalten Tage zu laufen.
  • Funktionsunterhemd: Für ein optimales Feuchtigkeitsmanagement bei einer nasskalten Umgebung ist ein körpernaher Sitz von großer Bedeutung. Nur wenn das Shirt auf der Haut liegt, kann die Feuchtigkeit an die darüberliegenden Schichten weitergegeben und abtransportiert werden. Bei der Passform ist auch wichtig, dass das Funktionsshirt lang genug ist und beim Laufen nicht aus der Hose rutscht, sodass Hose und Shirt eine Einheit gegen die Kälte bilden und dieser keinen Angriffspunkt liefern.
  • Langarmshirt: Das Langarmshirt bildet die Isolierungsschicht zwischen Unterhemd und Laufjacke. Je nach persönlicher Präferenz kann es etwas dünner oder auch wärmer sein. Wichtig ist, dass das Longsleeve aus atmungsaktivem Gewebe gefertigt ist, um einen lückenlosen Feuchtigkeitstransport sicherzustellen.
  • Laufjacke: Die Laufjacke dient als Schutzschicht gegen Wind und Wetter. Dafür sollte sie sowohl wind- als auch wasserabweisend sein und zudem besonders atmungsaktiv, sodass man darunter nicht schwitzt. Im Winter ist davon auszugehen, dass es morgens und abends schnell dunkel ist. Reflektorelemente an der Jacke steigern hier die Sicherheit des Läufers. Inzwischen gibt es sogar Modelle, die sich über den Tag aufladen und in der Dunkelheit leuchten, wie die Rain Glow von Protective.
  • Fingerhandschuhe: Wen zu Beginn des Laufens immer kalte Hände plagen, der tut gut daran sich dünne Fingerhandschuhe aus Funktionsmaterial überzuziehen. Wer nach ein paar Minuten Training heiße Hände bekommt, kann diese einfach in den Taschen der Jacken versenken!
  • Lange Laufhose: Bei einstelligen Temperaturen empfiehlt es sich eine lange Laufhose zu tragen, die über die Knöchel reicht und diesen sensiblen Bereich warm hält. Es ist besonders ungemütlich oder windig kann auch auf Modelle mit Windstopper oder Thermo-Einsätzen an Oberschenkeln und Knie zurückgegriffen werden. Ein Reißverschluss am unteren Beinansatz erleichtert das An- und Ausziehen der Hose.
  • Warme Laufsocken: Wenn es draußen kälter wird, dürfen die Socken ruhig ein bisschen wärmer sein. Wärmer heißt aber beim Laufen nicht dicker, denn sie sollten nicht auftragen oder für ein drückendes Gefühl im Schuh sorgen. Wer schnell kalte Füße bekommt, dem sein Socken aus Merino-Wolle empfohlen, da sie zugleich isolieren und kein Wasser aufnehmen.

Kalter Winter < 2 Grad

Nur die Harten kommen in den Garten. Keine Frage - Laufen ist bei anderen Temperaturen ein Vergnügen. Aber mit der richtigen Kleidung kann man sich auch bei Minusgraden pudelwohl fühlen. Damit man nicht schneller als gewohnt laufen muss, damit einem warm wird, haben wir hier ein paar Kleidungstipps für euch. Es ist wichtig eine Balance zu finden zwischen nicht zu viel aber gerade noch ausreichenden Kleidungsschichten. Schließlich soll die Kleidung nicht als zusätzliche Last den Spaß am Laufen rauben.

  • Mütze: Bei Kälte verliert der Körper über den Kopf die meiste Wärme. Daher empfiehlt es sich diesen Bereich gut zu schützen. Bei extremer Kälte schadet auch das Tragen von zwei Mützen nicht. Wird es doch zu warm, ist eine der Mützen schnell in der Jackentasche verstaut.Mütze: Bei Kälte verliert der Körper über den Kopf die meiste Wärme. Daher empfiehlt es sich diesen Bereich gut zu schützen. Bei extremer Kälte schadet auch das Tragen von zwei Mützen nicht. Wird es doch zu warm, ist eine der Mützen schnell in der Jackentasche verstaut.
  • Schichten-System aus Untershirt, Zwischenschicht und Laufjacke: Auch im kalten Winter greifen wir beim Laufen auf das bewährte 3-Schichten-System zurück. Jetzt darf die isolierende Zwischenschicht auch gerne noch etwas wärmer sein und beispielsweise aus einem dünnen Fleeceshirt bestehen, das besonders gut die Wärme speichert. Eine Kombination aus dünnem Longsleeve und einer winddichten und leicht gefütterten Softshell-Jacke ist aber genauso denkbar.
  • Gefütterte Handschuhe: Wer kennt es nicht – die eiskalten Finger und Hände zu Beginn einer Trainingseinheit. Während viele Läufer nach den ersten paar Minuten warme Finger bekommen, zittern sich viele Frostbeulen mit kalten Händen durch das Training. Diesen soll gesagt sein: So muss es nicht sein! Mit gefütterten Handschuhen hat jeder Athlet die Chance auf mollig warme Hände während des Laufens.
  • Thermo-Laufhose: Damit du die Energie in deinen Beinen vollständig für die Laufbewegung und nicht zur Erwärmung deiner Beine genutzt werden kann, solltest du eine Thermo-Laufhose tragen. Sie zeichnen sich durch ein flauschig gebürstetes Innenleben und eine wind- und wasserabweisende Front aus. Dabei sollte die Beweglichkeit nicht eingeschränkt sein.
  • Warme Laufsocken und Winterlaufschuhe: Um beim Laufen warme Füße zu behalten, hast du zwei Optionen. Entweder du bleibst deinen Laufschuhe treu und greifst auf wärmende Socken, beispielsweise aus Merino-Wolle, zurück oder du trägst deine normalen Laufsocken und darüber einen speziellen Winterlaufschuh. Dieser ist mit einem wasserabweisenden Schutz beschichtet oder hat sogar eine eingearbeitete Membran wie z.B. Gore-Tex, damit deine Füße auch bei Regen und Matsch trocken und warm bleiben. Eventuell ist auch das Profil des Schuhs etwas tiefer, um das Laufen auf glattem Untergrund zu erleichtern. Bei kurzen Crosslauf-Wettkämpfen im Gelände eignen sich auch Spikes.

Damit ihr sicher und warm unterwegs seid, solltet ihr nochmal einen Blick in euren Kleiderschrank werfen, ob ihr die richtige Laufbekleidung habt und für das kühle Klima gut gewappnet seid. Und dann kann es los gehen zur ersten Laufeinheit bei vermeintlich „ungemütlichen“ Wetterbedingungen!

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