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Gesundheits-Check-up vor der Saison

Der Gang zum Arzt empfiehlt sich vor allem bei Sportlern

Wer regelmäßig trainiert und an seine körperlichen Grenzen geht, der sollte auch über dessen Befinden genauestens Bescheid wissen. Wer kennt denn seinen Blutdruck oder seinen genauen Cholesterinspiegel? Wer misst denn regelmäßig seinen Ruhepuls oder überprüft seine Blutwerte? Kaum einer unterzieht sich einer regelmäßigen Untersuchung. Viele Freizeitsportler denken, dies komme nur für Leistungssportler infrage und verzichten gänzlich auf regelmäßige Check-Ups.

 

Vorsorgeuntersuchungen durch Krankenkassen

Diesem wollen vor allem die Krankenkassen entgegen wirken und locken die Bevölkerung mit ihrem sogenannten Check-up 35 wieder in die Praxen. Alle Deutschen ab 35 Jahre können sich kostenlos einer ärztlichen Untersuchung unterziehen. Dabei wird unter anderem ein Anamnese-Profil erstellt, welches die Patienten den Risikogruppen zuteilt. Dabei spielen Rauchen und Übergewicht eine besondere Rolle, da diese als Auslöser für die meisten Zivilisationskrankheiten verantwortlich gemacht werden. Beim Arzt wird eine körperliche Untersuchung durchgeführt, wobei der Blutdruck gemessen, ein Hautkrebsscreening vollzogen und eine Blutuntersuchung (auf Gesamtcholesterin und Glukose, Urinuntersuchung auf Eiweiß, Glukose, rote und weiße Blutkörperchen sowie Nitrit) durchgeführt wird. In einer anschließenden Besprechung mit dem Arzt werden die Ergebnisse diskutiert.

Besondere Sportlerleiden

Lungenfunktionsprüfung

Dies reicht aber für Sportler lange noch nicht aus. Wichtig für den Sportler ist es doch vor allem zu wissen, wie der Körper bei Belastungen reagiert und welchen Fitnesslevel er aufweist. Besonders häufig leiden Sportler an Gelenks- und Knochenbeschwerden, vor allem im Bereich der Schulter und der Lendenwirbelsäule. Diese sind heutzutage sehr leicht zu behandeln. Anders verhält es sich mit dem Gelenksverschleiß, der sich nach Jahren der Überbelastung erst bemerkbar macht und schwer zu therapieren ist. Gefährlich und weit verbreitet ist der plötzliche Herztod, der oft während sportlicher Aktivität eintritt.

Spezielle Tests für Sportler

Deshalb empfiehlt es sich besonders für Sportler, die regelmäßig ihrem Training oder Wettkampf nachgehen, sich einer spezielleren und umfangreicheren Untersuchung zu unterziehen. Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) empfiehlt daher einen internistischen und orthopädischen Check-up mit Blutdruckmessung und darüber hinaus ein Ruhe-EKG, sowie eine ausführliche Blutuntersuchung. Des Weiteren sollten Tests in Form eines Belastungs-EKGs und einer Lungenfunktionsprüfung durchgeführt werden. Diese geben Aufschluss über den Zustand des Körpers unter körperlicher Belastung. Zur Verfügung stehen ein Fahrradergometer oder ein Laufband, welches für die Ausbelastung genutzt werden kann. Für Triathleten also die Qual der Wahl, ob sie lieber Laufen oder Radfahren, für reine Schwimmer gibt es leider keine Alternative und sie müssen sich einem der Geräte stellen.

Dank dieser vollständigen Untersuchung können schon drohende Gefahren im Frühstadium erkannt und somit früh therapiert werden. Es schadet also keinesfalls ein paar mehr Euros für eine vollständige sportbezogene Untersuchung in die Hand zu nehmen, um mit gutem Gewissen trainieren gehen zu können.

Ablauf und wichtige Hinweise für die Sportuntersuchung

Belastungs-EKGZunächst einmal ist es wichtig aufgrund der Blutabnahme beim Arzt nüchtern zu erscheinen. Darüber hinaus ist es wichtig, dass sie infektfrei und ausgeruht zum Arzt kommen. Empfehlenswert ist es daher, die zwei Tage vor der Untersuchung keinen Sport getrieben zu haben. Auch eine kohlenhydratreiche Ernährung verhindert falsche Werte der Laktatkonzentration im Blut. In einem abschließenden Gespräch mit dem Arzt, stuft dieser sie ein - entweder in „sportgesund ohne Einschränkungen“, „sportgesund mit Einschränkungen“ oder „nicht sportgesund“.

Hausarzt oder Sportarzt

Jeder Arzt, der 240 Stunden Theorie und Praxis in verschiedenen Sportthemenfeldern geleistet hat, hat das Recht sich Sportarzt zu nennen. Daher ist ein Sportarzt nicht unbedingt ein Facharzt. Trotzdem empfiehlt es sich aufgrund des breiten Wissens über internistische und orthopädische Besonderheiten beim Sport einen Allgemeinmediziner oder Sportarzt für die Untersuchung aufzusuchen.

Fit in die neue Saison

Sucht euch am besten einen Arzt eures Vertrauens in eurer Nähe oder hört euch in eurem Verein und unter Kollegen um, welche Ärzte diese euch empfehlen können oder bereits selbst damit positive Erfahrungen gemacht haben. In jedem Fall empfiehlt es sich die Sportuntersuchung vor dem Start der neuen Saison abzuhaken, um mit freiem Kopf und vollem Körpereinsatz in den Wettkampf starten zu können.

 

 

Bildnachweis:
1. Sportcenter Idstein: http://www.sportcenter-idstein.de/agb_bilder/1.jpg
2. Universitätsklinikum Bochum: http://www.uk.rub.de/mam/images/bmh/fittosize_200_0_fdd89f4fb640ed30b9618c12d073974e_sportmedizin-diagnostik.jpeg
3. Technische Universität München: http://www.sport.med.tum.de/img.php?imageid=501