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Regeneration dank Kompression

Tägliches oder mehrfach wöchentliches Training, sowie Wettkämpfe zehren an unserem Körper. Um mittel- und langfristig ein höheres Leistungsniveau zu erreichen, braucht es aber nicht nur hartes Training sondern auch ausreichend Regenerationsphasen. Denn während der Belastung, besonders bei intensiven Einheiten, wird unter anderem die Muskelstruktur geschädigt und der Säure-Basen-Haushalt sowie der Blutzuckerspiegel verschoben.

Um die Folgen der Belastung auszugleichen, braucht der Körper unterschiedlich lange – bis zu 72 Stunden kann der Erholungsprozess nach intensiven Trainingsbelastungen dauern. Doch oft steht die nächste Einheit schon deutlich früher auf dem Plan. Wie also die Regeneration so verkürzen, dass man nicht ins Übertraining steuert? Hier kommt Kompressionskleidung ins Spiel. Diese unterstützt Sportler bei einer besonders effektiven und schnellen Erholung.

 

Wie funktioniert Kompressionsbekleidung?

Kompressionsbekleidung liegt wie eine zweite Haut am Körper an und wird schon seit vielen Jahren in der Medizin bei Thrombose Patienten eingesetzt.

Das Prinzip ist einfach: Durch die Kompression, also den gezielten Druck von außen, soll der Blutfluss verstärkt werden. Einerseits wird durch den Druck auf die Arterien die Versorgung der Muskulatur mit Sauerstoff und Nährstoffen gefördert, andererseits wird mit dem Druck auf die Vene der Blutrückfluss und der Abtransport von Abfallprodukten wie Laktat begünstigt.

Lässt sich der Effekt wissenschaftlich nachweisen?

Wie so oft in der Wissenschaft, gibt es keinen deutlichen einhelligen Konsens. Der Effekt der Kompression ist zwar in diversen Studien beobachtet worden, eindeutig nachgewiesen sind die versprochene Effekte allerdings nicht. Lediglich der verbesserte venöse Rückstrom und damit der schnellere Abbau des Laktats scheint übereinstimmend bewiesen worden zu sein.

Erst kürzlich kam ein neuseeländisches Forschungsteam, das die Wirkung von Kompressionskleidung auf die Regenerationszeit untersuchte, zu der Schlussfolgerung, dass das Tragen von Kompressionskleidung während der Regeneration wahrscheinlich von Vorteil und sehr unwahrscheinlich schädlich für gut trainierte Sportler ist. Frei nach dem Motto: „Auch wenn es nicht hilft, so schadet es zumindest nicht!“

Der regenerative Effekt scheint aber auch gar nicht so sehr davon abzuhängen, was nachgewiesenermaßen passiert oder nicht passiert. Viel wichtiger ist vielleicht das subjektive Empfinden. Denn bis zu 25 Prozent der Wirkung einer Regenerationsmaßnahme kann die Psyche ausmachen. Und tatsächlich finden sich in jeder Studie Anmerkungen dazu, dass die Probanden sich subjektiv besser fühlten als gänzlich ohne (vermeintliche) Regenerationshilfe.

Aufgepasst beim Kauf von Kompressionskleidung

Kompressionsbekleidung sollte möglichst eng am Körper anliegen, daher sind die Größenangaben der Herstellerfirmen genauestens zu beachten. Die Größe beispielsweise von Calf Sleeves orientiert sich am Wadenumfang. Dort ist es vergleichsweise einfach die richtige Größe zu finden. Andere Kompressionsbekleidung wie eine Hose müsste optimalerweise individuell angepasst werden, da von der Kleidergröße nicht auf den Oberschenkel- und Wadenumfang geschlossen werden kann.

Wird die Kompressionsbekleidung also zu groß gekauft, geht der Kompressionseffekt verloren. Doch auch zu kleine Kompressionsbekleidung kann unangenehm sein und auf Dauer sehr anstrengen, wenn man sich bei jedem Anlegen der Kleidung mit größter Mühe in die Öffnungen hinein und auch wieder hinaus zwängen muss.

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