Sportshop Triathlon Blog


 Zur Übersicht

Triathlon unter extremen Bedingungen – Hitzewelle in Europa

Zwar ist das Temperaturempfinden etwas Individuelles und jeder interpretiert Hitze etwas anders, doch wissen die Poren unseres Körpers ganz genau, wann es ihnen zu heiß ist. Der Mensch kühlt sich dann selbst, indem er anfängt zu schwitzen. Diese Thermoregulation nutzt der menschliche Körper, um überschüssige Wärme an die Umgebung abzugeben. Diese Regulation ist dem Menschen angeboren und läuft ganz automatisch ab. Bei hoher Luftfeuchtigkeit allerdings kann der Schweiß schlechter verdunsten. Daher sollte der Körper gerade bei sportlichen Wettkämpfen auf die Anstrengung und die Hitze vorbereitet werden. Wir zeigen euch, welche Tipps ihr während eurem Triathlon beachten solltet.

Wer häufig draußen unter extremen Bedingungen trainiert oder Wettkämpfe vollzieht, der sollte sich regelmäßig vom Arzt checken lassen. Es empfiehlt sich auch ein Schwitztest, der untersucht wie viele Elektrolyte und welche Wassermenge ausgeschwitzt werden.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass bei einer Steigerung der Temperatur um 5 Grad, sich die Leistung bei einem Marathon um bis zu drei, bei einem Halbmarathon um zwei und bei einem 10km-Wettkampf um ein Prozent verringert. Um dem vorzubeugen kann man das Schwitzen mit regelmäßigen Saunagängen oder mit Hot Yoga trainieren. Der Effekt zeigt sich darin, dass man dünnflüssiger schwitzt und auch weniger Mineralien verliert.

Tipps zum Hitzeschutz vor dem Start

Vor dem eigentlichen Rennen ist es enorm wichtig den Körper mit genügend Flüssigkeit und Elektrolyten aufzutanken. Gerade wenn der Wetterbericht heiße Temperaturen vorhersagt. Dazu 1-2 Tage vorher mit isotonischen Getränken die Speicher füllen. Am Wettkampftag ist es wichtig sich vor dem Start im Schatten aufzuhalten und einen Sonnenstich und direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden.

Tipps zum Hitzeschutz beim Schwimmen

Ein guter Schutz vor Sonne kann ein Neoprenanzug sein. An heißen Tagen ist der aber häufig verboten, sodass man sich von Beginn an mit Sonnenschutzmitteln schützen sollte. Am besten eignen sich Sportsonnensprays, die wasserfest und schweißdurchlässig sind. Experten empfehlen einen Lichtschutzfaktor von 50, um einen optimalen Schutz gegen die UV-Strahlen zu haben. Ist der Neoprenanzug erlaubt, empfehlen wir den Bodyglide SUN Hautschutzstift. Er schützt dich in den Folgedisziplinen vor Sonnenbrand und beim Schwimmen vor Hautirritationen und Wundreiben. Viele Sportler verwenden mittlerweile auch Lippenpflege mit UV-Schutz, denn Sonnenbrand ist dort besonders unangenehm.
Auch wenn der Neoprenanzug nicht verboten ist, ist bei warmen Wassertemperaturen Vorsicht geboten. Die Isolierung durch den Neoprenanzug verhindert die Abfuhr von Wärme an die Umgebung. Bei hoher Anstrengung über einen längeren Zeitraum steigt die Kernkörpertemperatur und ein Hitzschlag kann die Folge sein.

Tipps zum Hitzeschutz beim Radfahren

Beim Radfahren lauert vor allem Gefahr durch den Fahrtwind. Dieser vertuscht oft die eigentlichen Temperaturen. Schützen kann man sich hier vor direkter Sonneneinstrahlung durch hochwertige Funktionskleidung. Nicht umsonst sieht man in den letzten Jahren immer mehr Teilnehmer auch im Amateurbereich, die Triathloneinteiler mit Ärmeln tragen. Alternativ kann man natürlich auch einen ärmellosen Trisuit in Kombination mit Armlingen tragen. Besonders weiße Armlinge sind hier sinnvoll, da sie die Sonnenstrahlen weniger stark absorbieren. Möchtest du auf „das kleine Schwarze“ nicht verzichten, solltest du beim Kauf deines Triathloneinteilers darauf achten, dass er spezielles Material hat, das dich schützt. Der 2XU Compression Full Zip Sleeved Trisuit verwendet beispielsweise ein kühlendes ICE X Material, das UV-Strahlen blockt und für Schutz bei heißen Bedingungen sorgt. Unabdingbar ist auch eine Sonnenbrille, die die Augen vor der Sonneneinstrahlung schützt.
Außerordentlich wichtig ist zudem die Flüssigkeitsaufnahme während des gesamten Radfahrens. Am besten sollte man dazu mehrere Flaschen am Rad haben und diese unterwegs an den Verpflegungsstellen auffüllen. Auch ist es ratsam sich während des Rennens so oft es geht Wasser über den Kopf und Nacken zu schütten.

Tipps zum Hitzeschutz beim Laufen

Bevor es auf die letzte Teilstrecke geht, sollte der Sonnenschutz durch Sonnenspray nochmal erneuert werden, besonders wenn man bereits länger unterwegs ist und noch einige Zeit vor sich hat. Ergänzt werden kann das passende Sportoutfit durch eine Laufkappe, die das Gesicht und den Kopf noch einmal extra schützt. Grundsätzlich gilt die Devise: Wasser – Wasser – Wasser! Regelmäßige Abkühlungen durch Wasserfontänen und künstliche Bewässerungsanalagen entlang der Strecke sollte man unbedingt nutzen, auch wenn man kurz mal einen kleinen „Schlenker“ laufen muss. Trinken sollte man hingegen nicht nur Wasser, sondern zusätzlich isotonische Getränke, die den Elektrolytverlust auffangen. Je länger man für ein Rennen braucht und je später man auf der Laufstrecke ist, desto heftiger ist man der Hitze ausgesetzt. Treten erste Hitzeerscheinungen wie Durst und Krämpfe auf, sollte man zunächst pausieren, viel Trinken und sich in den Schatten begeben. Bei starken Beschwerden, also Schwindel, Kopfschmerzen oder sogar Motorik- und Wahrnehmungsstörungen, ist das Rennen aber abzubrechen. Die Gesundheit geht immer vor!

Tipps zum Hitzeschutz nach dem Wettkampf

Nach einem anstrengenden Wettkampf in der Sonne, sollte der Körper entspannen und zur Ruhe kommen können. Dies sollte am besten an einem schattigen Ort geschehen, damit der Körper keiner zusätzlichen Belastung ausgesetzt wird. Gerne können auch Arme und Beine in kühles Wasser getaucht und ein nasses, kaltes Tuch in den Nacken gelegt werden. Etwaige Strapazen, die durch das Rennen entstanden sind, sollten „verarztet“ werden. Einem Sonnenbrand wirkt man durch eine Quarkpackung entgegen und lindert die leichten Verbrennungen bzw. die Entzündung der Haut. Ausreichend Schlaf, Erholung und die Zufuhr von Nährstoffen ist im Anschluss an die Anstrengung enorm wichtig und sollte nicht vernachlässigt werden.

 

Wir wünschen allen Triathleten, die bei heißen Temperaturen bei einem Triathlon starten wollen, aber natürlich auch denen, die in kühleren Gefilden unterwegs sind, einen erfolgreichen Wettkampf und vor allem viel Spaß auf dem Weg ins Ziel!

Nach oben