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Wenn doch das Schwimmen nicht wäre...

Diese Ansicht und Einstellung teilt heutzutage die Mehrheit der Triathleten, die mehrmals jährlich an den Start gehen. Der Grund dafür findet sich vor allem im Zugang zum Triathlon. Heutzutage können Triathleten zwar drei Disziplinen, wie sie selber sagen, keine aber so richtig gut. Früher war das Klientel noch ein ganz anderes: Durchtrainierte Sportler, die sich in einer Disziplin behaupten konnten und ihr Sporttreiben erweitern wollten, da sie in ihrer Spezialdisziplin keine Steigerung mehr sahen. Somit wird für die Allrounder heutzutage immer mehr das Schwimmen zum Kampf. Im Training wird gerade diese Disziplin auch häufig vernachlässigt oder nicht intensiv angegangen. Die meisten Triathleten beschränken ihr Schwimmtraining darauf eine Strecke von drei Kilometern konstant hin und her zu schwimmen. Der Gedanke, dass Schwimmen die kürzeste Disziplin im Wettkampf ist verstärkt diese Einstellung. Am wenigsten Zeit kann beim Schwimmen herausgeholt werden und der Trainingsaufwand, um sich nur um eine Minute zu verbessern, ist viel höher als beim Radfahren oder Laufen. „Ich bin froh wenn das Schwimmen vorbei ist und der Triathlon mit dem angenehmeren Teil losgeht...“, hört man desöfteren unter den Teilnehmern.

Das Wetter rettet vor Schwimmen

Nicht wenige Triathleten freuen sich, wenn das Wetter nicht mitspielt und das Schwimmen abgesagt werden muss. Bei dem Aus für das Schwimmen beim Ironman auf Rügen kam es zu einem ganzen Shitstorm im Internet. Die Befürworter der Schwimmabsage wurden statt Ironman als „Gummiman“ bezeichnet und als Weichei abgestempelt. Die Gegenseite wurde als „Möchtegern-Rambos“ beschimpft und bekam nicht weniger Beleidigungen ab. Trotz dieser Äußerungen bleibt der Verdacht, dass die Mehrheit die Absage des Schwimmens begrüßte. Ein Duathlon an Stelle eines Triathlons kommt für viele Athleten aber nicht in Frage, da dieser weniger prestigeträchtig ist. Daher bietet ein Wettkampf ohne Schwimmen, wie der Duathlon keine Alternative und findet weniger Anhänger als der große Bruder Triathlon.

Massenstart im Schwimmen ähnelt Massenschlägerei

Gleich zu Beginn eines Triathlons kämpfen die Athleten, um die beste Ausgangsposition. Jeder Beckenschwimmer, der einmal einen Freiwasserstart im Triathlon mitmacht wird von ähnlichen Zustände berichten: roh, wild, hart, chaotisch, schmerzlich, unangenehm und unvergesslich. Diese Erfahrungen machen Triathleten bei jedem Schwimmstart. Beim Massenstart im Triathlon wird der Sport zum Kontaktsport. Was vorher im Training oder bei reinen Schwimmwettkämpfen geregelt auf der Schwimmbahn verlief, erfährt plötzlich ein massives Upgrade. Hunderte Triathleten wühlen gleichzeitig los und schlagen den kürzesten Weg zur ersten Boje ein. Dabei kommt es auch unfreiwillig zu härteren Berührungen im aufgewühlten Wasser. Körper, die gegen Körper prallen und Arme, die sich kreuzen. Die ständige Notwendigkeit sich zu orientieren und korrigieren in der Richtung. Für Beckenschwimmer sind das ganz neue Erfahrungen und einschneidende Erlebnisse. Die Triathleten denken an dieser Stelle, aber schon weiter, da für sie der Wettkampf nach dem Schwimmen noch lange nicht beendet ist. Krämpfe oder Verletzungen durch Schläge oder Tritte treten den Athleten verstärkt ins Bewusstsein. Auch ein zu schneller Start oder eine mögliche Unterkühlung sind Gefahren, die Triathleten beschäftigen. Beckenschwimmer, die meist nur innerhalb einer Staffel antreten, haben ihre Pflicht beim Einlaufen in die erste Wechselzone bereits erledigt.

Schwimmen als Risiko der Veranstaltung

Unabhängig von dem Kampf im Wasser sorgt sich ein jeder Veranstalter vor allem bei der Disziplin Schwimmen um die Gesundheit der Teilnehmer. Die meisten Unfälle und auch Todesfälle geschehen in diesem Medium. Untersuchungen zufolge passieren 95% aller Todesfälle im Triathlon beim Schwimmen. Geht es einem Schwimmer schlecht, ist dies auch für die Helfer auf dem Wasser schwer zu erkennen in der ganzen Meute. Daher birgt das Schwimmen das größte Risiko für die Triathleten. Der deutsche Schwimmsportler Christof Wandratsch sagte einmal: „Ein Radfahrer kann absteigen, ein Läufer kann anhalten, doch ein Schwimmer kann nicht aufhören zu schwimmen, weil er sonst ertrinkt.“ Hilfreich ist es in Vereinen öfters Massenstarts in der Gruppe zu üben und sich für den Kampf im Wasser zu sensibilisieren. Auch bei Wind und Wellen sollten genau solche Problemsituationen im Vorfeld eines Wettkampfes trainiert werden. Zudem auch das Training mit und ohne Neopren. Nicht selten kommt es doch zu spontanen Ab- oder Zusagen für Neoprenkleidung je nach Temperatur des Wassers. Dann jammern vor allem die Triathleten, deren Wasserlage mit dem Neopren deutlich unterstützt wird. Bis zu sieben Sekunden Zeitersparnis auf 100m können dem Neopren zugesprochen werden. Gründe, um das Schwimmtraining abwechslungsreicher und auch intensiver zu verfolgen, um nicht von solchen Entscheidungen und Bedingungen schon vor dem Wettkampf aus der Bahn geworfen zu werden.

Schwimmtraining nicht außer Acht lassen

Es gilt also für alle Triathleten und für die Schwimmfaulen insbesondere, sich mit allen drei Disziplinen auseinander zu setzen. Damit der Wettkampf von Beginn an zu einem schönen Erlebnis wird und nicht erst nach dem Schwimmen beginnt, sollte mehr Wert auf ein abwechslungsreiches Training gesetzt werden. Trainieren mit und ohne Neo, kurze und lange Strecken statt eintönige 3000m-Abläufe und Schwimmen im Becken und Freiwasser machen die Schwimmdisziplin in Zukunft zu einem angenehmeren Teil des Wettkampfs. Triathlon besteht nun mal aus drei Disziplinen. Wenn ihr auch zu den weniger stark Schwimmaffinen gehört und euer Training intensiver und spannender gestalten wollt, dann findet ihr im sportshop-triathlon eine große Auswahl an Schwimmequipment. Ausgestattet mit einem Pullbuoy, Schwimmbrett oder auch mal Flossen steigt man doch eher ins Wasser.

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