Triathlon

Ein Star zum Anfassen - Sebastian Kienle hautnah

von Karen Böhnke - 19 Nov, 2016

Wer trĂ€umt nicht davon einen Tag mit seinen großen Vorbildern verbringen zu können? Einmal die Möglichkeit zu haben persönliche Fragen zu stellen zu, ein Selfie mit ihnen zu schießen oder Autogramme abzuholen.
Genau diese Gelegenheit hatten am Samstag, den 12. November, Triathlon-Fans in Köln. Profi-Triathlet Sebastian Kienle war zu Gast bei Sportshop-Triathlon in Köln-Marsdorf. Dort hießen ihn viele interessierte Triathleten und das Sportshop-Triathlon-Team willkommen und der Star verteilte fleißig Autogramme und stand fĂŒr Fotos und Selfies bereit.$PreviewBreak

Der 32-JĂ€hrige aus Knittlingen am Rande des Kraichgaus ist einer der erfolgreichsten deutschen Triathleten und konnte bereits große Erfolge feiern. Darunter der Titel bei den Ironman World Championship im Jahr 2014 und der Doppelerfolg (2014 und 2016) bei den Ironman European Championship in Frankfurt.

Die Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii 2016

Bei den diesjĂ€hrigen Ironman Weltmeisterschaften konnte Sebastian in einem harten Rennen den zweiten Platz erreichen. So hat er das Rennen erlebt: „Wenn man mittendrin ist statt nur dabei erlebt man das ganze natĂŒrlich sehr intensiv. Vor allem die letzten Kilometer des Marathons waren fĂŒr mich sehr intensiv.“ Den zweiten Platz bei der WM hat er sich nach eigener Aussage sehr hart erkĂ€mpft. Dennoch blickt er mit einem lachenden und einen weinenden Auge auf die Saison zurĂŒck: „Auf der einen Seite kann ich nicht jammern - Europameister in Frankfurt und Zweiter bei 70.3 WM in Mooloolaba und in Kona - aber wenn du die Chance hast, hast du ein bisschen das GefĂŒhl, es hĂ€tte auch noch ein Platz weiter vorne sein können!“ Als ehrgeiziger Sportler freut sich Sebastian Kienle vor allem, dass es in der Weltspitze richtig eng zu geht und man nichts geschenkt bekommt. FĂŒr die nĂ€chste Saison erhofft er sich daher, noch einmal in eine Ă€hnliche Situation zu kommen und dann bereit zu sein ein bisschen mehr zu riskieren.

Kopf an Kopf Duell mit Dauerrivale Jan Frodeno

Wer das Rennen live verfolgt hat, dem bleiben die Bilder von Sebastian Kienle, der Schulter an Schulter mit Jan Frodeno auf dem Alii Drive lĂ€uft, sicher noch lange im GedĂ€chtnis. Im Wettkampf sind die beiden deutschen Ausnahme-Triathleten Konkurrenten, abseits der Strecke versehen sie sich aber sehr gut und pflegen sogar eine gemeinsame kulinarische Tradition nach den WettkĂ€mpfen: „Der Sieger lĂ€dt den Geschlagenen zum Essen ein und das war auch in diesem Jahr wieder echt cool!“ Jan Frodeno schĂ€tzt Sebastian aber nicht nur als Konkurrent, sondern auch als „Markenbotschafter“ fĂŒr den Triathlon: „Jan hat sehr viel damit zu tun sich selbst und den Sport zu vermarkten. Er macht das echt gut und hat viel dazu beigetragen, dem Triathlon ein gutes Gesicht zu geben.“

Was ist das Geheimnis des deutschen Triathlon-Erfolgs?

Den Erfolg der deutschen Triathleten (nicht nur bei der Ironman WM auf Hawaii) beschreibt Sebastian Kienle als einen sich selbst verstĂ€rkenden Trend: „Wenn du einmal den Erfolg hast, ist die Medienaufmerksamkeit halt grĂ¶ĂŸer. Durch mehr Medienaufmerksamkeit sind mehr Sponsoren da, durch mehr Sponsoren ist mehr Geld im Sport und dadurch können einfach mehr Leute den Sport auf professionellem Niveau ausĂŒben.“ Aber auch das Sportfördersystem in Deutschland bewertet der Ironman Weltmeister von 2014, im Gegensatz zu einigen anderen, positiv. Er sagt, man dĂŒrfe den Erfolg auf der Kurzdistanz nicht unter den Teppich kehren, nur weil es gerade nicht so gut lĂ€uft.

Motivation und Alltag eines Profisportlers

WĂ€hrend es Anfang der Saison noch der Sport an sich ist, der Sebastian Kienle motiviert, so zeigt er sich, je nĂ€her die Saison rĂŒckt und desto zielorientierter es wird, Dinge auf, an denen er noch arbeiten muss, um weiter zu kĂ€mpfen. Die grĂ¶ĂŸte Motivation sieht er aber in der Freiheit, die er hat: „Das Herz des Freiwilligen schlĂ€gt am stĂ€rksten!“ Auch wenn selbst Sebastians Schwiegermutter denkt, dass er das ganze Jahr nur im Urlaub ist, bleibt es oft bei einer Woche, die nach dem Wettkampf angehĂ€ngt wird. Auch wenn er dank seines Sports schon an sehr vielen schönen Orten war, möchte er dort aber nicht dauerhaft wohnen, denn „dahoim is schon am schönsten“ wie er uns im schwĂ€bischen Dialekt erzĂ€hlt. Aber nicht nur deswegen freut sich Sebastian Kienle auf die Off-Season, auch hat er hier die Zeit sich Dingen zu widmen, die sonst nicht auf dem Plan stehen wie zum Beispiel Kart fahren oder einen Barista-Kurs zu belegen.

 

 

Wer Sebastian Kienle noch ein bisschen besser kennenlernen möchte und sich eine bewegende Botschaft des Profi-Triathleten fĂŒr eine bessere Welt noch einmal ausfĂŒhrlich anhören und ansehen will, findet alle Fragen und Antworten in unserem Video: