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Die wichtigsten Unterschiede zwischen verschiedenen Schwimmbrillen

Neben Badeanzug oder Badehose ist die Schwimmbrille der wichtigste Equipment-Bestandteil beim Schwimmen. Zum einen schützt sie die Augen vor aggressivem Chlor und Schwebstoffen im Wasser und zum anderen ermöglicht eine gute Schwimmbrille die Orientierung im Becken und erst recht im Freiwasser.

Heutzutage sind Schwimmbrillen aus dem Schwimmsport nicht mehr wegzudenken, doch das war nicht immer so. Bis zu den olympischen Spielen 1976 in Montreal galten Schwimmbrillen wie Flossen oder Pull-Buoys als Trainingshilfen und waren entsprechend verboten. Im Training wurden Schwimmbrillen in den 70er Jahren erstmals eingesetzt und traten rasch einen rasanten Siegeszug an. Bis sich die Schwimmbrille im Wettkampfgeschehen durchsetzte dauerte es allerdings noch eine ganze Zeit, da die an einem Gummiband befestigten Plastiklinsen wenig mit den heutigen High-Tech Modellen gemein hatten und so häufig beim Startsprung verrutschen.

 

Worauf muss ich bei einer Schwimmbrille achten?

Viele Markenhersteller wie Arena und Speedo erkannten das Potenzial der Schwimmbrille und begannen an immer besseren Brillen zu tüfteln. Inzwischen gibt es unzählige, verschiedene Arten von Schwimmbrillen. Man kann Schwimmbrillen zunächst nach ihrer Machart unterscheiden. So gibt es Schwimmbrillen mit harten Augenschalen aus Plastik, Schwimmbrillen mit einem weichen Rahmen aus Silikon oder maskenförmige Schwimmbrillen. Die Auswahl an verschiedenen Brillen ist so hoch, wie die Kopfformen der Schwimmer unterschiedlich sind.

Mit der Entwicklung unterschiedlichster Schwimmbrillen sind auch die Ansprüche gestiegen. Während früher ein passendes Modell genügte, darf es heute für jede Gelegenheit ein anderes sein: für Halle und Freibad, Sonne und Wolken, Wettkampf und Training. Diese Unterscheidung nach dem Verwendungszweck einer Schwimmbrille hat letztlich zu drei Grundtypen von Schwimmbrille geführt. Man unterscheidet Wettkampfschwimmbrillen, Trainingsschwimmbrillen und Freiwasserschwimmbrillen.

 

Die Wettkampfbrille eignet sich für ambitionierte Schwimmer

Schwimmbrillen für den Wettkampf sind möglichst klein und flach. Um den Wasserwiderstand zu reduzieren, liegen sie sehr dicht am Gesicht und an den Augen an. Das Sichtfeld ist zu den Seiten eingeschränkt, garantiert aber eine perfekte Sicht nach vorne. Da Wettkampfbrillen fest und sicher sitzen müssen, damit sie beim Start nicht verrutschen, lassen sich sehr genau einstellen. Die Polsterung der Gläser ist häufig nur dünn, um die Brille so flach und hydrodynamisch wie möglich zu gestalten und das Gewicht zu reduzieren. Für die letzten Zehntel im Wettkampf muss ein Schwimmer auch schon einmal etwas tiefer in die Tasche greifen: Eine gute Wettkampfschwimmbrille kann bis zu 70 Euro kosten.

Die Schwedenbrille – der Klassiker unter den Wettkampfschwimmbrillen

Schwedenbrillen haben einen harten Rand ohne Dichtung und sitzen damit nicht auf, sondern in den Augenhöhlen. So gehen sie beim Startsprung selten verloren und haben einen extrem geringen Wasserwiderstand. Das Preis-Leistungsverhältnis der Schwedenbrille ist beispiellos - schon ab 2,99 Euro bekommt man diese Schwimmbrille in der Basisversion mit getönten Gläsern. Inzwischen wurden die sechs Grundfarben um teurere Modelle mit Verspiegelung und Anti-Fog Beschichtung ergänzt. Eine Besonderheit der Schwedenbrille ist, dass sie vom Athleten selbst zusammengebaut werden muss. Nasensteg und Kopfband werden extra einsetzt und sind damit so individuell anpassbar wie bei keiner anderen Schwimmbrille.

 

Die Trainingsschwimmbrille als Alltagsvariante

Im Training sollen Schwimmbrillen vor allem dicht sein, nicht beschlagen und bequem sitzen. Die Augenschalen von Trainingsbrillen sind daher mit einem weichen Silikonrand gepolstert und sitzen weniger tief in den Augenhöhlen. Für Schwimmer mit Silikonunverträglichkeit gibt es zudem Varianten mit Schaumstoff- oder Neoprendichtung. Viele Schwimmbrillen hinterlassen die unter Schwimmern als „Panda-Augen“ bekannten Augenränder, die sich je nach Länge des Trainings und je nach Hauttyp ein paar Stunden halten können. Um diesem Effekt vorzubeugen hat der Hersteller Zoggs mit der Fusion Air eine Trainingsschwimmbrille mit Luftpolster in der Dichtung entwickelt. Die Linsen der Trainingsbrillen sind häufig klar oder nur leicht getönt.

 

Die Freiwasserschwimmbrille mit extra Komfort

Besonders im Triathlonsport und beim Freiwasser-Schwimmen haben sich Saugnapfbrillen, die oft aus einem Stück gefertigt sind, durchgesetzt. Diese Brillen haben einen weichen Silikonrand, der sich wie ein Saugnapf an der Haut festsaugt. Dies bietet auf langen Strecken mehr Komfort und reduziert das Risiko von Verletzungen im Startgerangel. Um im Freiwasser den Überblick zu behalten, sind die Freiwasserschwimmbrillen mit einem größeren Sichtfeld ausgestattet. Dies kann entweder durch eine durchgängige Sichtscheibe oder durch zwei Linsen mit gebogenen Scheiben erreicht werden. Ein zusätzlicher Schutz vor Sonnenlicht und Reflexionen wird häufig durch verspiegelte oder polarisierte Gläser gewährleistet.

Die Schwimmmaske – für das größtmögliche Sichtfeld im Freiwasser

Eine Spezialform der Freiwasserschwimmbrille ist die Schwimmmaske. Sie sitzt mit ihrem breiten Silikonrand ähnlich einer Taucherbrille auf der Stirn und den Wagenknochen. Eine echte Alternative kann die Schwimmmaske auch für die Schwimmer sein, die bei kleineren Schwimmbrillen Probleme mit der Dichtigkeit haben. Da sich die breiten Silikonflächen am Gesicht und nicht wie üblich an den Augenhöhen festsaugen, passt die Schwimmmaske bei jeder Gesichts- und Augenform. Ein weiterer Pluspunkt ist der 180-Grad-Panormablick. Das große Sichtfeld ermöglicht eine optimale Orientierung ohne Verzerrungseffekte. Allein die Optik ist für langjährige Beckenschwimmer gewöhnungsbedürftig.

 

Wie finde ich die richtige Schwimmbrille?

Welches nun die richtige Schwimmbrille für dich ist und wie du herausfinden kannst, ob die anvisierte Schwimmbrille wirklich passt, das erfährst du in unserem Blogbeitrag: Wie finde ich die richtige Schwimmbrille?

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